Zertifiziertes Managementsystem SQS

Stationäre sozialtherapeutische Betreuung

 

Das Haus Gilgamesch hat vor über 15 Jahren das bewährte Hilfssystem der stationären Milieutherapie mit der substitutions- bzw. heroingestützten Behandlung (SGB/HeGeBe) verknüpft. Im Rahmen dieses Angebots bietet ein interdisziplinäres Team den Klientinnen und Klienten eine stabilisierende Wohn- und Betreuungssituation sowie ein Arbeitstraining an.

Substitutions- beziehungsweise heroingestützte Behandlung

Substitutionsgestützte Behandlung (SGB): Hierbei handelt es sich um eine medizinische und psychosoziale Intervention bei Heroinabhängigkeit. Mit diesem Standardinstrumentarium wird unter Aufsicht von Hausärztinnen und Hausärzten oder spezialisierten Zentren das illegale Heroin durch ein ärztlich verschriebenes Opioid ersetzt (substituiert).
Heroingestützte Behandlung (HeGeBe): Mit dieser Behandlung wird Heroinabhängigen geholfen, die mit anderen therapeutischen Angeboten nicht erreicht werden. Sie beinhaltet eine strikt reglementierte und kontrollierte Verschreibung von pharmazeutischem Heroin. Eingebettet in eine umfassende psychosoziale Betreuung und ärztliche Behandlung führt sie neben der Verbesserung der Gesundheit und der sozialen Situation auch zu einer Reduktion des Delinquenzverhaltens.

Sozial- und milieutherapeutischer Ansatz

Die sozialtherapeutische Arbeit im Haus Gilgamesch setzt sich mit den Fragen der alltäglichen aktiven Lebensbewältigung und dem gemeinschaftlichen Leben (soziale Beziehungen, Arbeit, Freizeit, Gesundheitsbewusstsein) auseinander. Die Planung und Einhaltung eines sinnvoll strukturierten Tages- und Wochenablaufs bildet dabei die Grundlage für das Erkennen der individuellen Möglichkeiten und Grenzen. Im Rahmen von Einzel- und Gruppengesprächen lernen die Klientinnen und Klienten ihre individuelle Thematik zu erkennen und realistische Ziele hinsichtlich ihres Suchtmittelkonsums und ihrer Lebensperspektiven zu formulieren.

Erste Hilfe Kurs

Pizzaofen im Garten des Hauses Gilgamesch

 

Urbanes Umfeld

Die urbane Lage des Hauses gewährleistet, dass die Klientinnen und Klienten den Entwicklungsprozess innerhalb des fixen Wochenplans angehen können, ohne die gewohnte Lebenswelt ausblenden zu müssen. Neben der Einbettung in das Bezugspersonensystem können sie so weiterhin die Freizeitangebote und professionellen sozialen und medizinischen Hilfsangebote im städtischen Umfeld nutzen. Dazu gehören etwa die Berufsberatung, eine Dentalsanierung, eine Brillenbeschaffung oder eine Hepatitis C-Behandlung.

 

Spezialangebot bei eingeschränkter Mobilität    

Dank eines eigens eingebauten Treppenlifts können das Hochparterre und der erste Stock des Hauses auch von Personen erreicht werden, deren Mobilität eingeschränkt ist. Somit können drei Zimmer auf der ersten Etage auch von Klientinnen und Klienten bewohnt werden, für die Treppen im Alltag ein Hindernis darstellen.

 

 

Treppenlift im Haus Gilgamesch