Sandwiches und Pizza für die Obdachlosen
Im Rahmen des FreiDay-Projekts zum Thema Nachhaltigkeitsziele haben sich die drei Sekundarschülerinnen Mira, Lua und Julia für die Ziele «Keine Armut» und «Kein Hunger» entschieden. Mit viel Engagement bereiteten sie Sandwiches und Pizza für obdachlose Menschen zu und übergaben diese persönlich ans Tageshaus für Obdachlose in Basel.
Wie ist dieses Projekt entstanden?
An unserer Schule führen wir das Projekt FreiDay durch. Dabei können wir Schülerinnen und Schüler selbst ein Thema auswählen, das sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen orientiert. Wir entschieden uns für die Ziele «Keine Armut» und «Kein Hunger». Unser Ziel war es, obdachlosen Menschen eine Freude zu bereiten und sie mit einer warmen Mahlzeit zu unterstützen.
Wie habt ihr das Projekt organisiert?
Zunächst führten wir eine Standaktion durch und sammelten Spenden für die benötigten Zutaten. Eine Woche später besorgten wir Pizzakartons bei einer Pizzeria in der Nähe. Mit der Pizzeria vereinbarten wir ausserdem, dass wir am folgenden Mittwoch, unserem FreiDay, ihre Küche nutzen und ihren Pizzateig verwenden dürfen.
Am Vortag kauften wir alle Zutaten ein und planten den Ablauf bis ins Detail. Doch am Projekttag wurden wir leider enttäuscht: Obwohl wir zur vereinbarten Zeit bei der Pizzeria eintrafen, war niemand vor Ort.
Schnell mussten wir eine Alternative finden. Da Lua in der Nähe wohnt, gingen wir zu ihr nach Hause. Glücklicherweise war ihre Mutter da und erklärte sich sofort bereit, mit dem Velo zum Coop zu fahren, um Pizzateig zu besorgen. Währenddessen bereiteten wir die Sandwiches vor.
Dank dieser spontanen Hilfe konnten wir das Essen rechtzeitig fertigstellen. Anschliessend fuhren wir ins Tageshaus für Obdachlose. Dort übergaben wir die Sandwiches und Pizzas und erhielten eine interessante Führung durch die Einrichtung. So bekamen wir spannende Einblicke in die tägliche Arbeit der Mitarbeitenden.
Was hat euch besonders beeindruckt?
Besonders beeindruckt hat uns ein Mann, der Karotten und anderes Gemüse schälte und dafür kostenlos eine Mahlzeit erhielt. Ausserdem erfuhren wir, dass obdachlose Menschen für nur 2 Franken eine Waschmaschine benutzen können. Alle zwei Wochen kommt zudem eine Coiffeuse ins Tageshaus und schneidet den Besucherinnen und Besuchern für wenig Geld die Haare.
Die Mitarbeitenden waren sehr freundlich und engagiert. Das Projekt hat uns gezeigt, wie wichtig solche Angebote für Menschen in schwierigen Lebenssituationen sind.
Was möchtet ihr sonst noch mitteilen?
Wir möchten uns herzlich bei allen bedanken, die unser Projekt unterstützt haben. Ein besonderer Dank gilt Markus Habegger, Luas Mutter, Annas Eltern sowie der Pizzeria für ihre wertvolle Hilfe und ihre grosszügige Unterstützung.
Auch wir von der Stiftung Sucht und dem Tageshaus für Obdachlose bedanken uns herzlich für dieses grossartige Engagement. Wir wünschen euch weiterhin viel Freude und Erfolg bei euren zukünftigen Nachhaltigkeitsprojekten.